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	<title>2026 &#8211; Stage Moments</title>
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		<title>The BossHoss @ Rhein Feier Festival, Neuenburg 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gossmann © Bericht &#38; Fotos]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 15:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[2026]]></category>
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<h1 class="wp-block-heading">The BossHoss @ Rhein Feier Festival, Neuenburg 2026</h1>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Event 21. August 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweierlei war für den ersten Abend des Rhein Feier Festivals in den Rheingärten von Neuenburg angekündigt: der erste Regen seit Wochen in diesem Extremsommer und die Cowboys von The BossHoss. Auf den Regen hatte jeder gehofft, nur nicht an diesem Abend. Immerhin versprach der Wetterbericht lediglich leichte Schauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon unbeeindruckt machten sich am Nachmittag einige Tausend gut gelaunte Besucher auf den Weg zum Festivalgelände, viele von ihnen mit Cowboystiefeln, Hüten und Westen. Vor Ort sorgten zahlreiche freiwillige Helfer bereits früh für einen reibungslosen Ablauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eröffnet wurde der Abend von Jamie Clarke’s Perfect, einer internationalen Folk-Punk-Band, die 1997 in Deutschland von dem ehemaligen The Pogues-Gitarristen und -Sänger Jamie Clarke und dem Banjospieler Pierre Lavendel gegründet wurde. Ihnen folgte die Freiburger Band <strong>The Human Touch</strong>. Die sechsköpfige Classic-Rock-Coverband feiert im Jahr 2026 ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Das ist eine beeindruckende Zeitspanne, und man merkt die langjährige Erfahrung dem Zusammenspiel der Musiker deutlich an. Die Band präsentierte sich bestens eingespielt und stimmte das Publikum mit viel Leidenschaft auf den bevorstehenden Konzertabend ein. Ihr Repertoire beinhaltete Klassiker von Abba bis ZZ Top. Als ihr Auftritt gegen 19:30 Uhr endete, forderte das Publikum lautstark eine Zugabe. Diesem Wunsch kam die Band gerne nach, bevor sie sich unter großem Applaus von der Bühne verabschiedete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die angekündigten leichten Schauer waren mittlerweile zu einem heftigen Starkregen herangewachsen. Trotzdem blieb die Moral im Publikum ungebrochen. Jeder schützte sich, so gut es ging, mit Schirmen und Ponchos. Wer einen Cowboyhut aus Leder trug, hatte plötzlich einen nicht zu unterschätzenden Vorteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kamen <strong>The BossHoss</strong> auf die Bühne. Mit ihrer „Back to the Boots“-Tour präsentierte die Band das gleichnamige, 2025 erschienene Album. Gleichzeitig feierten sie ihr 20-jähriges Bandjubiläum. Und es ist eine stattliche Anzahl von Musikern, die mit Alec Völkel und Sascha Vollmer die Bühne betreten: Neben der siebenköpfigen Kernbesetzung mit Schlagzeug, Percussion, Bass, Mandoline und Gitarre ist auch der dreiköpfige Bläsersatz <strong>The Tijuana Wonderbrass</strong> dabei, der die Band bereits seit 2010 auf ihren Tourneen begleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alec und Sascha sahen sich einer komplett durchnässten Menschenmenge gegenüber und versuchten mit Humor und Frotzeleien, die Stimmung hochzuhalten. Überhaupt zeigten sie sich sehr kommunikativ, sprachen über sich selbst und suchten immer wieder den Dialog mit dem Publikum. So weit im Süden hätten sie noch nie gespielt, erzählten sie. Natürlich nur deshalb, weil sie hier bisher noch nie gebucht worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er käme auch aus Baden-Württemberg, bemerkte Sascha, allerdings aus dem Schwäbischen. Dafür erntete er einige spasshafte Buhrufe, die er mit Hinweis auf den Regen so kommentierte, «der Herr wird euch weiter strafen».</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Band hatte sichtbar Freude an dem Auftritt. Musikalisch spielten sie wie aus einem Guss auf, und jeder Musiker bekam seinen «moment to shine». Gerade die Bläser in immer wechselnden Outfits standen regelmässig im Mittelpunkt und trugen viel zum Tex-Mex-Feeling der Show bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Songauswahl gab es ein gutes Gemisch aus Klassikern, vielen Stücken von «Back to the Boots» und einigen gecoverten Songs. Die Show startete mit dem Willie-Nelson-Cover «On the Road Again», gefolgt von «Lions Den» und «Do It». Danach gab es mit dem gelungenen OutKast-Cover «Hey Ya!» einen ersten Höhepunkt. The BossHoss animierten das Publikum energisch und erfolgreich zum Mitsingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die durchnässte, begeisterte Menge sah, die im strömenden Regen jeden Song mitfeierte, konnte manche negative Kritik an The BossHoss kaum nachvollziehen. Bleibt die Frage: Sind sie überhaupt eine echte Country-Rock-Band?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hängt ganz davon ab, wie man echt definiert. Natürlich fehlt einer deutschen Band die Sozialisierung, die mit dem Aufwachsen in den USA und der damit verbundenen kulturellen Prägung einhergeht. Folgte man dieser Logik konsequent, dürfte es allerdings auch keine europäischen Bluesbands geben. Und wer kürzlich Dan Mudd feat. bearbeat im Z7 gesehen hat, weiss, was wir dann alles verpassen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Stetsons, die Westen und Hemden? Sollte man eine Band wegen ihrer Kleidung nicht ernst nehmen, und sie in der Kostüm- und Karnevalsecke stellen? Meiner Meinung nach keinesfalls. Vor allem, weil sie eine handwerklich ausgezeichnete Musik machen, die ein grosses Publikum findet. Und weil sie auf der Bühne absolut echt wirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Musik muss man nicht mögen. Tut man das nicht, sollte das aus musikalischen Gründen der Fall sein und nicht, weil einem das Outfit der Band missfällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zurück zum Konzertgeschehen. Es ist eine Sache, ein völlig durchnässtes Publikum von der Bühne aus zu ermuntern. Alec und Sascha beließen es jedoch nicht dabei. Nach einem Ausflug in die Menge erklommen die beiden eine kleine Bühne im Front-of-Stage-Bereich und spielten dort ein Akustik-Set. Dabei entstand eine wunderschöne, intime Atmosphäre. Genauso nass wie ihre Fans kehrten sie anschließend auf die Hauptbühne zurück, wo die Band sie bereits erwartete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzert ging weiter, die Energie nahm ebenso wie der Regen zu. «Burn Baby Burn» war erkennbar ein Lieblingssong der Gäste in Neuenburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Dolly Partons grossartigen «Jolene» hatte man sich zur Verstärkung die Schweizer Sängerin Chiara Castelli herangezogen. Gegen die Harmonie des grossartigen Duos «The Common Linnets» anzutreten, ist mutig, und Chiara schaffte das mit grosser Natürlichkeit an der Seite der beiden Frontmänner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihren grössten Hits «Don’t Gimme That» und «Dos Bros» fand das Konzert offiziell sein fulminantes Ende. Aber natürlich folgte auch die lauthals geforderte Zugabe. Nach «Stallion Battalion» und «German Angst» beendeten The BossHoss einen sehr schönen Abend um 22:30 mit einer Extended Version von Cameos «Word Up».</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Veranstaltern des zweiten Rhein Feier Festivals, Stefan Weisser, Jörg Steck und Achim Herr, muss man ein grosses Kompliment machen. Solche kulturellen Veranstaltungen hatte Neuenburg bislang nicht zu bieten. Wir blicken gespannt auf das kommende Jahr.</p>
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		<title>Sarah Connor @ Königswinkel Open Air, Füssen 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gossmann © Bericht &#38; Fotos]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 14:55:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[2026]]></category>
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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top"><figure  class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="2560" height="1920" alt="Bericht Header Foto: Die Bühne des Sarah Connor Konzerts @ Königswinkel Open Air, Füssen, 7. August 2026" src="https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/20260807_223412-scaled.jpg" class="wp-image-110 size-full" srcset="https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/20260807_223412-scaled.jpg 2560w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/20260807_223412-300x225.jpg 300w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/20260807_223412-1024x768.jpg 1024w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/20260807_223412-768x576.jpg 768w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/20260807_223412-1536x1152.jpg 1536w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/20260807_223412-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h1 class="wp-block-heading has-large-font-size">Sarah Connor @ Königswinkel Open Air, Füssen 2026</h1>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Event 7. August 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Konzertlocation gibt den dort stattfindenden Veranstaltungen ihre besondere Note. Das Königswinkel Open Air im Barockgarten am Festspielhaus Füssen hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt am Ufer des Forggensees gelegen, steht die Bühne vor einer märchenhaften Kulisse. Eingerahmt links vom Tegelberg und rechts vom Säuling, entdeckt man am Fuss des Tegelbergs sogar Schloss Neuschwanstein. Gemeinsam bilden Berge, See und Schloss eine bei gutem Wetter filmreife Szenerie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Auftritt von Sarah Connor am 7. August 2026 im Rahmen ihrer Tour „Wilde Nächte – Open Air 2026“ hätte das Wetter nicht besser sein können. Rund 5&#8217;500 Besucher fanden den Weg nach Füssen. Das Konzert war nicht vollständig ausverkauft, dennoch herrschte bereits lange vor Beginn eine ausgezeichnete Stimmung auf dem Gelände.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die passende Einstimmung sorgte DJane DayBee, die als Special Guest das Publikum auf den Abend vorbereitete. Während sich der Barockgarten langsam füllte und die Sonne über dem Forggensee unterging, heizte sie das Publikum für den Auftritt von Sarah Connor an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann war es soweit und Sarah Connor betrat die Bühne mit ihrer Band. Diese bestand neben den für eine Rockband üblichen Instrumenten noch aus drei Backgroundsängerinnen sowie sechs Tänzerinnen und Tänzern. Wie schon die zurückliegende «Arena Tour» setzt auch die <strong>„Wilde Nächte Tour“</strong> nicht nur auf die Musik, sondern auch auf eine aufwendige und abwechslungsreiche Inszenierung. Sarah war während der Show in mehreren verschiedenen Outfits zu sehen, was bei den sommerlichen Temperaturen und ihrem konstant hohen Energielevel auf der Bühne sicher auch für sie angenehm war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer gehofft hatte, einen gemütlichen Abend im Sitzen zu verbringen, wurde von Sarah jedoch eines Besseren belehrt. Immer wieder forderte sie das Publikum zum Aufstehen und Tanzen auf. Als sich nach einem Song wieder einige Besucher auf ihre Plätze begaben, kommentierte sie dies trocken mit den Worten: „Sitzt ihr etwa schon wieder?“ Die Aufforderung zeigte Wirkung. Im Verlauf des Abends verwandelte sich der Bereich vor der Bühne immer wieder in eine grosse Open-Air-Party vor dieser grossartigen See-Kulisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Musikalisch spannte Sarah einen Bogen durch verschiedene Phasen ihrer Karriere. Dabei wechselte sie immer wieder zwischen den oftmals nachdenklichen und persönlichen deutschsprachigen Songs der vergangenen Jahre und den englischsprachigen Hits ihrer frühen Karriere. Während Stücke wie „Vincent“, „Das Leben ist schön“ oder „Wie schön du bist“ für ruhigere und emotionalere Momente sorgten, verwandelten die älteren englischsprachigen Titel das Gelände regelmässig in eine grosse Sommerparty.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Publikum war wie immer äusserst textsicher. Viele Besucher sangen die Lieder Zeile für Zeile mit. Anders als bei den Fans vieler anderer Bands, die sich hauptsächlich mit einer Schaffensphase identifizieren können, liebt Sarahs Publikum ganz offensichtlich beide Phasen ihrer Karriere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Höhepunkt des Abends war Sarahs Interpretation von Melissa Etheridges „Like The Way I Do“. Mit enormer Energie und sichtbarer Begeisterung präsentierte sie diesen Klassiker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Und … kennt ihr den?“, fragte sie augenzwinkernd und bewies, wie hervorragend ihre Stimme auch zum Rockgenre passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur Sarah durfte an diesem Abend im Mittelpunkt stehen. Auch ihre drei Backgroundsängerinnen bekamen ihren grossen Moment auf der Bühne. Ihre Version von En Vogues „Don&#8217;t Let Go“ war schon bei der Arena Tour in Frankfurt ein Highlight und wurde auch vom Füssener Publikum entsprechend gefeiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon lange gehören Kinder aus dem Publikum zu den festen Bestandteilen einer Sarah-Connor-Show. Auch in Füssen bekamen einige von ihnen die Chance, einen Moment lang im Mittelpunkt zu stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Speziell war das Wiedersehen mit einem Jungen, den Sarah bereits zwei Wochen zuvor auf die Bühne geholt hatte. Damals war die Aufregung noch zu gross gewesen und sein geplanter Gesangseinsatz blieb aus. In Füssen bekam er gemeinsam mit zwei anderen Kindern eine zweite Chance. Und diesmal funktionierte es, und der ernste junge Gast meisterte seinen Auftritt mit Bravour.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Art, wie Sarah mit den Kindern umgeht, ist wunderschön. Sie nimmt sie ernst und kann herzlich mit ihnen lachen, wenn in der Aufregung eine nicht ganz passende Antwort gegeben wird. Wie beispielsweise das entschiedene «Nein!» auf die Frage, ob man guter Laune sei. Wer auf Sarahs Bühne singen darf, erlebt etwas, das weit über einen aufregenden Konzertabend hinausgeht. Da werden Momente geschaffen, die die Kinder vermutlich ein Leben lang begleiten werden und aus denen sie jede Menge Selbstvertrauen ziehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sarah hatte an diesem Abend zeitweise mit einem Husten zu kämpfen. Statt dies zu überspielen, machte sie ihre Band kurzerhand zum Teil der Unterhaltung und fragte auf offener Bühne, woher der Husten wohl kommen könne. Während sich ein Bandmitglied mit demonstrativer Ahnungslosigkeit aus der Affäre ziehen wollte, kam die Antwort einer Tänzerin prompt: «Von den Zigaretten.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens nach den ersten Aufforderungen zum Aufstehen und Mittanzen war klar, dass dieser Abend nicht als Sitzkonzert gedacht war. Gemeinsam mit ihrer Band, den Tänzerinnen und Tänzern, den Backgroundsängerinnen sowie einem Publikum, das jeden Song mitsang, sorgte Sarah für ein Konzert, das perfekt zu der aussergewöhnlichen Kulisse des Barockgartens passte.</p>


<figure class="concert-setlist-embed concert-setlist-embed--center"><img class="concert-setlist-embed__image" src="https://www.setlist.fm/widgets/setlist-image-v1?id=2b704436" alt="Setlist von Sarah Connor" loading="lazy" decoding="async"></figure>]]></content:encoded>
					
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		<title>Phil It @ COVERnights, Müllheim 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gossmann © Bericht &#38; Fotos]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 15:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Phil It @ COVERnights, Müllheim 2026 Event 1. August 2026 Für mich begann dieser Konzertabend anders als sonst. Zum ersten...]]></description>
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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top"><figure  class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="2048" height="1365" alt="Drei Musiker des Phil-It-Bläsersatzes spielen gestaffelt hintereinander, mit einer Trompete im scharf abgebildeten Vordergrund." src="https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/ER3_3841.webp" class="wp-image-2712 size-full" srcset="https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/ER3_3841.webp 2048w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/ER3_3841-300x200.webp 300w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/ER3_3841-1024x683.webp 1024w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/ER3_3841-768x512.webp 768w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/ER3_3841-1536x1024.webp 1536w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h1 class="wp-block-heading has-large-font-size">Phil It @ COVERnights, Müllheim 2026</h1>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Event 1. August 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich begann dieser Konzertabend anders als sonst. Zum ersten Mal war ich nicht nur als Besucher vor Ort, sondern durfte eine Band während des gesamten Konzerts fotografisch begleiten. Mit der Kamera direkt vor und auf der Bühne zu arbeiten, statt einzelne Momente mit dem Mobiltelefon festzuhalten, sorgte im Vorfeld durchaus für eine gewisse Nervosität. Gleichzeitig hätte es kaum einen passenderen Anlass für diese Premiere geben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die COVERnights 2026 lockten zahlreiche Besucher auf den Markgräfler Platz in Müllheim. Das Gelände war ausverkauft und die Vorfreude auf Phil It überall spürbar. Auch für die Band war es ein besonderer Abend. Bereits 2024 hatte sie bei den COVERnights auf der Bühne gestanden, damals wurde der Auftritt jedoch wegen eines schweren Gewitters aus Sicherheitsgründen nach wenigen Songs abgebrochen. Zwei Jahre später bot sich nun die Gelegenheit für einen erfolgreichen zweiten Anlauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Auftakt des Abends übernahm die Coverband GetWet. Die Formation um Sängerin und Gitarristin Maren Disch präsentierte einen abwechslungsreichen Mix aus Rockklassikern und neueren Songs und sorgte vom ersten Titel an für beste Stimmung auf dem Markgräfler Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders Maren prägte den Auftritt mit einer aussergewöhnlichen Bühnenpräsenz. Mit grossem körperlichem Einsatz, sichtbarer Spielfreude und einer beeindruckenden Stimme stand sie immer wieder im Zentrum des Geschehens. Zusammen mit Alexander Stocker an der Gitarre, Jürgen Wernet am Bass, Ralf Rees am Keyboard sowie Markus Stratz am Schlagzeug holte GetWet das Publikum perfekt ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Musikalisch war GetWet erfreulich nahe an den Originalen. Dennoch klangen die Songs nicht wie blosse Kopien. Die starke Stimme von Maren verlieh den bekannten Titeln einen eigenen und frischen Charakter, was ihnen ausgesprochen gut bekam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besucher liessen sich von Beginn an mitreissen, sangen mit und honorierten den Auftritt mit viel Applaus. GetWet gelang genau das, was man sich von einer Vorband wünscht: Die Band brachte das Publikum früh auf Betriebstemperatur und sorgte dafür, dass die Vorfreude auf den Hauptact des Abends mit jedem Song weiter stieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die letzten Takte verklungen waren, war der Markgräfler Platz bestens vorbereitet für den zweiten Anlauf von Phil It bei den COVERnights.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer kurzen Umbaupause war es Zeit für den Hauptact des Abends. Bereits beim Betreten der Bühne wurde deutlich, dass Phil It keine gewöhnliche Coverband ist. Vorhang auf für eine beeindruckende Besetzung mit 14 Musikerinnen und Musikern. Neben den klassischen Mitgliedern einer Rockband gehörten ein fünfköpfiger Bläsersatz, drei Backgroundsängerinnen sowie ein zusätzlicher Perkussionist zum Ensemble. Spätestens beim ersten Blick auf die Bühne wurde klar, mit welchem Aufwand und welcher Liebe zum Detail sich Phil It dem musikalischen Vermächtnis von Phil Collins und Genesis widmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich hatte dieser Auftritt zudem eine ganz persönliche Bedeutung. Mit Gitarrist Sascha Happle verbindet mich eine Freundschaft, die bis ins Jahr 1996 zurückreicht. Zwölf Jahre lang haben wir gemeinsam gearbeitet. Umso mehr freute ich mich darauf, ihn an diesem Abend auf der Bühne zu erleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits nach wenigen Songs wurde deutlich, weshalb Phil It einen so hervorragenden Ruf geniesst. Dieser führte die Band 2025 sogar zum renommierten Oerrock Festival im niederländischen Ureterp. Die Musiker präsentierten die bekannten Titel mit beeindruckender Präzision und einer spürbaren Leidenschaft für das Original. In einer Qualität, die schon nach kurzer Zeit vergessen liess, dass hier keine Originalbesetzung auf der Bühne stand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daran hatte Sänger Sascha Spitz einen massgeblichen Anteil. Seine verblüffende optische Ähnlichkeit zu Phil Collins war beinahe unheimlich und verlieh der Show von Beginn an eine bemerkenswerte Authentizität. Gemeinsam mit der herausragenden Leistung der gesamten Band entstand ein Konzerterlebnis, das sich erstaunlich echt anfühlte. Für mich persönlich war es eine Reise zurück in jene Jahre, in denen ich Phil Collins und Genesis tatsächlich live erleben durfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den freien Zugang zur Bühne konnte ich das Konzert aus Perspektiven erleben, die den meisten Besuchern verborgen bleiben. Aus dieser Nähe zu beobachten, wie intensiv die Musiker miteinander kommunizierten und wie viel Freude sie am gemeinsamen Auftritt hatten, war überaus spannend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sänger Sascha Spitz war kein einfaches Motiv. Mit seiner enormen Bühnenpräsenz nutzte er jeden verfügbaren Raum, bewegte sich spontan über die Bühne und tauchte oft an völlig anderen Stellen auf, als man es einen Moment zuvor erwartet hätte. Das erforderte ständige Aufmerksamkeit, machte die Arbeit aber gleichzeitig umso spannender.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Musikalisch bot der Abend eine Vielzahl von Titeln, die in der DNA vieler Musikfans tief verwurzelt sind. Zu den absoluten Höhepunkten gehörten ohne Zweifel «In The Air Tonight» und «Land Of Confusion». Diese Songs gehören zum «Soundtrack of my life» einer ganzen Generation.‌</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die grosse Besetzung ist keineswegs blosser Blickfang. Der druckvolle Bläsersatz, die Backgroundsängerinnen und die zusätzlichen Percussions sorgten für genau jene Klangfülle, die viele dieser Titel auszeichnet. Die Band entwickelte dabei genau die Dynamik und Energie, die man von den Originalen kennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Müllheim verfolgt eine erfreulich grosszügige Politik, wenn es darum geht, wie lange Konzerte in den Abend hinein dauern dürfen. Vielleicht ist genau das einer der Gründe, weshalb die COVERnights seit Jahren ihren besonderen Charme bewahren. Die Bands haben die Möglichkeit, ihre Shows ohne unnötigen Zeitdruck zu präsentieren, und das Publikum kann einen Konzertabend geniessen, der sich entwickeln darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch an diesem Abend kam dies dem Erlebnis spürbar zugute. Nach einem donnernden Applaus und den lautstarken Forderungen nach einer Zugabe setzten Phil It mit „Sussudio“ einen energiegeladenen Schlusspunkt unter einen Auftritt, der das Publikum der ausverkauften COVERnights sichtbar begeisterte. Anschliessend machte die Band Platz für die Queen-Tribute-Band Break Free und beendete damit ihren erfolgreichen zweiten Anlauf bei den COVERnights.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Frage, die ich mir bei Konzertfotografen schon oft gestellt hatte, beantwortete sich an diesem Abend von selbst. Trotz der Arbeit mit der Kamera konnte ich die Show uneingeschränkt geniessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die schönste Erinnerung an diesen Abend ist jedoch ein Satz von Gitarrist Sascha Happle geblieben: „Du gehörst jetzt zur Phil It Familie und bist bei jedem Konzert als Fotograf willkommen.“ Ein grösseres Kompliment hätte ich mir nach meinem ersten Konzert als offizieller Fotograf kaum wünschen können.</p>
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		<title>Die Toten Hosen @ Neue Messe Freiburg 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gossmann © Bericht &#38; Fotos]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 11:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Toten Hosen @ Neue Messe Freiburg 2026 Event 25. Juli 2026 „Wie viele Besucher sind eigentlich schon drin?“, fragte...]]></description>
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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top"><figure  class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" alt="Bericht Header Foto: Die Bühne des Toten Hosen Konzerts @ Neue Messe Freiburg, 25. Juli 2026" src="https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/artikel_cover__20260725_222700.webp" class="wp-image-91 size-full" srcset="https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/artikel_cover__20260725_222700.webp 1200w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/artikel_cover__20260725_222700-300x225.webp 300w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/artikel_cover__20260725_222700-1024x768.webp 1024w, https://stagemoments.eu/wp-content/uploads/2026/08/artikel_cover__20260725_222700-768x576.webp 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h1 class="wp-block-heading has-large-font-size">Die Toten Hosen @ Neue Messe Freiburg 2026</h1>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Event 25. Juli 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie viele Besucher sind eigentlich schon drin?“, fragte ich die Security bei der Eingangskontrolle. „Etwas mehr als 42&#8217;000“, lautete die Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war noch Stunden vor dem Auftritt der Toten Hosen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in diesem Moment war klar, dass ich dieses Konzert nicht in der Nähe der Bühne erleben würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einlass war um 15:00, drei Vorbands &#8211; Sondaschule, Pascow, The Dead End Kids&nbsp; &#8211; bereiteten das Publikum ab 17:30 auf die Hosen vor. Je näher der Konzertbeginn rückte, desto mehr Menschen strömten auf das Gelände der Messe Freiburg. Als die Toten Hosen schliesslich um 20:30 die Bühne betraten, war das Gelände mit mehr als 53&#8217;000 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beeindruckend war nicht nur die Anzahl der Menschen, sondern auch deren Zusammensetzung. Alte Punks standen neben Familien mit kleinen Kindern. Rocker machten höflich Platz für ältere Damen, die vermutlich schon seit Jahrzehnten zu den Konzerten der Band pilgern. Betrachtet man das Publikum genauer, sieht man, dass Die Toten Hosen inzwischen viel mehr sind als eine Punkband. Wenige deutsche Bands schaffen es, Menschen aus so vielen Generationen mit so unterschiedlichen Hintergründen so selbstverständlich zusammenzubringen. Die Hosen sind zu einer deutschen Institution geworden, vergleichbar mit Udo Lindenberg und BAP.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert auch die Regelung, auf welche Die Toten Hosen seit Jahren Wert legen. Während bei vielen grossen Konzerten für den Bereich direkt vor der Bühne teure Front-of-Stage-Tickets verkauft werden, gilt bei den Hosen ein anderes Prinzip: Wer früh genug auf das Gelände kommt, erhält ein entsprechendes Bändchen und darf in den abgesperrten Bereich vor der Bühne. Sobald die Kapazität erreicht ist, werden keine weiteren Bändchen ausgegeben. Nicht der Geldbeutel entscheidet also über die Nähe zur Band, sondern allein der Zeitpunkt der Ankunft. In Zeiten immer exklusiverer Konzertangebote wirkt dieses Konzept angenehm demokratisch und passt hervorragend zur Philosophie der Band.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tournee <strong>„Trink aus, wir müssen gehen!“</strong> begleitet das gleichnamige letzte Studioalbum der Band und ist möglicherweise die Good-bye Tour der Toten Hosen. Nach mehr als vier Jahrzehnten könnte sich ein weiterer ganz Grosser der Musikszene in den Ruhestand verabschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was Campino und seine Mitstreiter auf der Bühne boten, liess keinen Gedanken an Rentner aufkommen. Bestens gelaunt, mit grossartiger Stimme genau auf den Punkt, präsentierte die Band Song nach Song aus ihrem reichhaltigen Repertoire. 35 Stücke sollten es am Ende werden, wenn man auch das Intro und das legendäre Outro „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros mitrechnet. Heraus kam ein wahres Mammutkonzert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den ersten Takten von „Opel-Gang“ bis zur letzten Zugabe ließ die Energie auf der Bühne nie nach. Campino wirkte, als wolle er jede Minute dieses Abends auskosten, und das übertrug sich natürlich auf das Publikum. Vermutlich haben sich einige Fans der ersten Stunde mehr Songs aus der wilden Anfangszeit der Hosen gewünscht. Das Programm liess trotzdem keine Wünsche offen. Denn die Setlist war eben keine Aneinanderreihung der großen Radio Hits. Klassiker wie „Hier kommt Alex“, „Alles aus Liebe“, „Zehn kleine Jägermeister“ oder „Tage wie diese“ wechselten ab mit neueren Titeln und selten gespielten Songs. Dass mit „Ein guter Tag zum Fliegen“ und „Strom“ sogar zwei Tourdebüts ihren Weg ins Programm fanden, zeigte, wie viel Mühe sich die Band gibt, ihre Fans immer wieder zu überraschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Die Toten Hosen ist Freiburg kein unbekanntes Pflaster. Bereits zum 16. Mal waren sie hier zu Gast. Entsprechend häufig blickte Campino während des Abends auf frühere Besuche zurück und machte deutlich, dass Freiburg für die Band ein spezieller Ort ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders für Gelächter sorgte eine Geschichte aus den Anfangsjahren, die sich im Freiburger <strong>Crash</strong> abgespielt hat. Obwohl noch offiziell geschlossen, war der Besitzer zufällig bereits vor Ort. Die Toten Hosen kannte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Er liess sie trotzdem herein, woraufhin ihm eines der Bandmitglieder zunächst vor die Bar kotzte, um anschliessend einen Gin Tonic zu bestellen. Aus dieser eher ungewöhnlichen ersten Begegnung entwickelte sich eine freundschaftliche Verbindung zwischen der Band und dem Crash. 1983 und 1986 spielten die Hosen dort, damals noch vor kleinem Publikum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So beeindruckend die Band auf der Bühne funktionierte, so chaotisch verlief die Organisation ausserhalb davon. In all den Jahren, in denen ich Konzerte besucht habe, habe ich selten eine Veranstaltung erlebt, die ihren Gästen so viel zumutete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer ein Getränk kaufen wollte, musste sehr viel Geduld mitbringen. Eine Wartezeit von deutlich mehr als einer Stunde durfte ich selbst erleben. An deren Ende stand allerdings nicht das erhoffte Bier, sondern eine Riesenenttäuschung. Denn die Kartenzahlung war zwischenzeitlich ausgefallen und ohne Bargeld gab es nichts. Übrigens musste niemand Durst leiden, denn es waren kostenlose Wasserspender auf dem Gelände verteilt – grossartig bei dieser Hitze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was vermutlich bei den meisten anderen Veranstaltungen zu Aggression und Stress geführt hätte, wurde vom Hosen-Publikum ganz anders aufgenommen. Natürlich ärgerte sich jeder über die Zustände. Trotzdem stand man gemeinsam friedlich an, und lernte seine Leidensgenossen mit der Zeit ziemlich intensiv kennen. Mein Nachbar zur Rechten war bereits auf seinem 29. Konzert der Toten Hosen und zeigte mir stolz die Fotografie seines ersten Konzerttickets von 1983. Sein Sohn war selbstverständlich auch mit dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Mischung aus jahrzehntelanger Verbundenheit, Erinnerungen und neuen Geschichten zog sich wie ein roter Faden durch das Konzert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei aller Klasse auf der Bühne hat es zwischendrin auch dort mal kurz gemenschelt. Bei „Was ist mit uns los“ stolperte Campino kurz über den Text und ärgerte sich ein wenig über sich selbst. Bei „Alle sagen das“ musste die Band nochmals neu ansetzen. Aber genau solche Momente zeigen, dass dies ein Live-Konzert einer Band ist und keine bis ins letzte Detail durchinszenierte Show.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den besonderen Momenten des Abends gehörte der Auftritt von Frankie Bartelt. Der inzwischen 83-jährige Emmendinger Sänger der Band <strong>The Yankees</strong> kam für den Song „Halbstark“ gemeinsam mit Campino auf die Bühne und wurde vom Publikum begeistert empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte hinter diesem Auftritt reichte weit zurück. 1966 traten die Yankees mit „Halbstark“ in der ersten Ausgabe des Beat Clubs auf und erreichten kurze Zeit einen Kultstatus. Mehr als ein halbes Jahrhundert später stand Frankie nun vor über 53&#8217;000 Menschen auf einer Bühne der Toten Hosen. Frankie war bestens gelaunt, wenn er auch manchmal etwas überwältigt wirkte, was angesichts der Menschenmenge vor ihm mehr als verständlich war. Bevor die ersten Töne erklangen, forderte er augenzwinkernd alle Besucher seines Jahrgangs auf, ihre Rollatoren in die Luft zu heben. Es waren genau diese Momente, die den Abend besonders machten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch natürlich war es vor allem ein Abend der Hosen. Wenn 52&#8217;000 Menschen gemeinsam mit einer Band singen, gibt das Gänsehautmomente. Davon hatten die Besucher reichlich, und mehr als eine Träne konnte man auf den Leinwänden sehen, wenn die Kamera das Publikum eingefangen hat. Zurück bleibt einerseits das Gefühl, in der Vergangenheit einen grossen Fehler begangen zu haben. 15 Mal habe ich diese Band in dem mir nahen Freiburg nicht gesehen. Wichtiger aber ist, dass ich diesen Abend in vollen Zügen – auch ohne Bier – geniessen durfte.</p>


<figure class="concert-setlist-embed concert-setlist-embed--center"><img class="concert-setlist-embed__image" src="https://www.setlist.fm/widgets/setlist-image-v1?id=63478edf" alt="Setlist von Die Toten Hosen" loading="lazy" decoding="async"></figure>]]></content:encoded>
					
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		<title>Beth Hart @ Z7 Summer Nights Open Air, Pratteln 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Martin Gossmann © Bericht &#38; Fotos]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 14:43:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Beth Hart @ Z7 Summer Nights Open Air, Pratteln 2026 Event 23. Juli 2026 Bereits auf dem Parkplatz wurde deutlich,...]]></description>
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<h1 class="wp-block-heading has-large-font-size">Beth Hart @ Z7 Summer Nights Open Air, Pratteln 2026</h1>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Event 23. Juli 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits auf dem Parkplatz wurde deutlich, dass das Konzert restlos ausverkauft war. Das Wetter konnte besser nicht sein, das Z7-Publikum fand sich in bester Stimmung auf dem Platz vor der Halle ein. Wie immer wurde man von der sehr freundlichen Security begrüsst und auf das Gelände gelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abend eröffneten Dan Mudd feat. Bearbeat, ein Blues Duo aus der Schweiz. Und nicht irgendein Blues Act. Als Sieger der Swiss Blues Challenge 2024 vertraten sie die Schweiz an der European Blues Challenge in Braga (Portugal) und setzten sich dort in der Kategorie Solo/Duo gegen Teilnehmer aus 21 europäischen Ländern durch. Wenige Monate später folgte mit dem Blues Music Award Switzerland 2025 die nächste Auszeichnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sänger und Gitarrist Dan Mudd sowie der Perkussionist Dominik Liechti hatten das Publikum vom ersten Ton an für sich gewonnen. Dans markante Stimme passte perfekt zu den mal rauen, mal sanften Blues-Kompositionen und überzeugte ebenso bei den Ausflügen in andere Genres. Sein facettenreiches Gitarrenspiel setzte dabei zusätzliche Akzente und unterstrich die musikalische Vielfalt des Duos auf eindrucksvolle Weise. Die Hommage an Led Zeppelin entwickelte sich schliesslich zu einem der Höhepunkte des Auftritts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kreative Cajón-Spiel von Dominik verlieh dem Gesamtsound seinen rhythmischen Rahmen und bereicherte die Songs um Tiefe und Ausdruckskraft. Beiden Musikern war jede Sekunde anzumerken, wie sehr sie den Abend genossen haben und welche Freude ihnen der Auftritt bereitete. Diese Begeisterung übertrug sich unmittelbar auf das Publikum, das den Auftritt von der ersten bis zur letzten Minute aufmerksam und begeistert verfolgte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dan Mudd feat. Bearbeat hatten die Besucher der Summer Night optimal auf den Auftritt von Beth Hart eingestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konzerte von Beth Hart sind immer etwas Besonderes – das zeigte sich auch an diesem Abend. Man hatte das Gefühl, dass die Frau auf der Bühne abseits des Rampenlichts genau derselbe Mensch ist. Ihre Authentizität und ihre natürliche Art im Umgang mit dem Publikum machen jeden Auftritt zu einem sehr persönlichen Erlebnis. Dass sie unmittelbar nach Betreten der Bühne die Schuhe auszog und auch zur Zugabe barfuss zurückkehrte, passte perfekt zu dieser Ungezwungenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Bühne sprach sie offen über ihre Dämonen, über Tränen und Ängste sowie darüber, wie sehr ihre Band inzwischen zu einer Familie geworden sei, die sie trägt und beschützt. Ihr Ehemann begleitete die Tour und kam nach Beths Schilderung, wie sehr sie sich immer auf ihn verlassen kann, für einen kurzen Kuss auf die Bühne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beth Hart betrat die Bühne allein, und eröffnete das Konzert nach einer kurzen Begrüssung sowie einigen Gedanken zur aktuellen Weltlage am Piano und ohne Begleitmusiker. Die beinahe ehrfürchtige Stille, mit der ihr das Publikum folgte, liess bereits erahnen, welche Richtung der Abend nehmen würde. Ihre Stimme stand dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Nach einigen Songs kam Gitarrist Jon Nichols auf die Bühne, und gemeinsam präsentierten sie weitere Stücke in reduzierter, akustischer Besetzung. Nach und nach stiessen mit Bassist Tom Lilly und Schlagzeuger Bill Ransom die übrigen Bandmitglieder dazu, bis schliesslich die komplette Formation auf der Bühne stand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beth Hart bewegte sich mühelos zwischen leisen, zerbrechlichen Momenten und kraftvollen Ausbrüchen. Mit unglaublicher Präsenz präsentierte sie ihre Songs sitzend, stehend oder sogar liegend. Dabei standen bekannte Klassiker ebenso auf der Setlist wie Titel ihres aktuellen Albums You Still Got Me sowie einige ausgewählte Coverversionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder suchte sie den direkten Kontakt zum Publikum und bat sogar darum, die Besucher etwas auszuleuchten, damit sie sie besser sehen konnte. Das schuf eine aussergewöhnlich intime und persönliche Atmosphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Band vermittelte genau den Eindruck, den Beth Hart eingangs beschrieben hatte: eine Familie, die ihr auf der Bühne den nötigen Rückhalt gibt, um spontan ihren Gefühlen zu folgen, selbst wenn dies eine kurzfristige Änderung der Setlist bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Publikum dankte es ihr mit voller Aufmerksamkeit und begeistertem Applaus. Ohne grosse Showeffekte, dafür mit viel Authentizität, Gefühl und musikalischer Klasse zeigte Beth Hart einmal mehr, weshalb sie zu den herausragendsten Stimmen des modernen Blues und Rock gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer an diesem Abend dabei war, durfte ein Konzert erleben, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Z7 hat einmal mehr bewiesen, weshalb Pratteln seit Jahren einen festen Platz auf den Tourplänen internationaler Topacts einnimmt. Dass solche Weltstars regelmässig den Weg ins Baselbiet finden, ist alles andere als selbstverständlich und macht das Z7 zu einer der bemerkenswertesten Konzertlocations des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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